Die Industrie hat Wege gefunden, mit allem rund um die Verwendung von Folien Geld zu verdienen. Einige Marken verkaufen „spezielle“ Folien, die im Grunde nichts anderes als normale Alufolien sind, nur minimal cooler – natürlich zu einem höheren Preis. Sie verkaufen Bretter, um die Folien zu halten, spezielle Kämme, um das Haar für die Folien aufzuteilen, und natürlich die „Wundermittel“, die dein Haar wieder reparieren sollen, nachdem es durch die Folien geschädigt wurde.
Auch Ausbilder und Influencer der Branche tragen ihren Teil dazu bei. Sie bieten teure Workshops mit klangvollen Namen an, in denen Techniken gelehrt werden, die auf Folien basieren – und dabei werden natürlich die Produkte gepusht, mit denen sie zusammenarbeiten. Dieses Geschäftsmodell sorgt dafür, dass die Folientechnik relevant bleibt, nicht weil sie die beste Lösung ist, sondern weil sie extrem lukrativ ist.
Das eigentliche Problem ist, dass die Branche oft mehr darauf aus ist, schnell Geld zu verdienen, als wirklich innovative, kundenorientierte Lösungen anzubieten, die die Gesundheit des Haares priorisieren. Dabei gibt es heute viele moderne Alternativen, die grossartige Ergebnisse erzielen, ohne dass Alufolien verwendet werden müssen. Diese Methoden schonen das Haar und vermeiden die Risiken von hitzebedingten Schäden.
Wann Folien trotzdem die richtige Wahl sein können
Das bedeutet jedoch nicht, dass Folien immer schlecht sind. Es gibt bestimmte Haartypen und Färbetechniken, bei denen Alufolie – wenn sie richtig und mit grosser Vorsicht angewendet wird – eine sinnvolle Option bleiben kann. Besonders bei sehr dunklem Haar oder komplizierten mehrdimensionalen Farbmustern können Folien notwendig sein, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Allerdings braucht es dafür einen erfahrenen Profi, der die Risiken kennt und alles tut, um Schäden zu vermeiden. Das bedeutet, die Folien richtig zu platzieren und den Prozess genau zu überwachen.